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Alpine Gefahren
Beim Bergsteigen unterscheidet man prinzipiell zwischen subjektiven und objektiven Risiken. Subjektive Risiken sind stets eigene Schwächen wie mangelnde Kraft oder Ausdauer, geringe Erfahrung und vor allem Selbstüberschätzung, wohingegen objektive Risiken von einem selbst nicht beeinflusst oder gar abgewendet werden können. Beim Bergsteigen insbesondere beim Begehen von Klettersteigen muss man sich stets auf folgende alpine Gefahren einstellen:

Steinschlag
Häufig wird Steinschlag durch die Unachtsamkeit vorausgehender Parteien ausgelöst. Ein gelöster Stein kann leicht andere Steine mitreißen, gerade in Steigen, die durch steile Felsrinnen und Schluchten angelegt sind, sind hiervon besonders betroffen. Oftmals ist es nur schwer möglich in einem solchen Gelände einem Steinschlag auszuweichen. Steinschlag gefährdete Passagen gilt es möglichst zügig zu passieren, ohne dabei selbst einen Steinschlag auszulösen. Steinschlag kann aber auch von Tieren wie Gämsen und Steinböcken ausgelöst werden. Sieht man oberhalb eines Steiges also Tiere gilt es stets sich ruhig zu verhalten, um die Tiere möglichst nicht aufzuschrecken, lieber ein wenig warten, bis sich die Tiere aus der Gefahrenzone heraus bewegt haben. Gerade morgens wird Steinschlag auch oft durch den schmelzenden Eiskitt ausgelöst, der bis zum Sonnenaufgang noch lose Steine an einem abschüssigen Ort fixiert hat. Ein Steinschlag-Helm kann vor schlimmen Kopfverletzungen bewahren und sollte in keiner Klettersteig-Ausrüstung fehlen.

Wetter
Gerade beim Begehen von Klettersteigen ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Insbesondere sollte vor einer Bergtour unbedingt ein aktueller Wetterbericht eingeholt werden. Besonders lange und ausgesetzte Klettersteige sind bei einer instabilen Wetterlage unbedingt zu meiden. Aber selbst wenn der Wetterbericht noch gutes Wetter vorausgesagt hat, kann es vorkommen, dass sich das Wetter von einer Minute zur anderen ändert. Einsetzender Regen kann den häufig abgespeckten Fels so rutschig machen, dass selbst gute Bergstiefel kaum mehr Halt finden, lehmige Stellen werden gar kriminell glatt, zudem setzt sich das Profil der Schuhe zu.Nässe, vielleicht noch in Verbindung mit einem Temperatursturz führt häufig zu Unterkühlung. Der einsetzende Erschöpfungszustand stellt eine der häufigsten Todesursachen am Berg dar. Besonders gefährlich ist ein Gewitter am Klettersteig, da das Stahlseil wie ein Blitzableiter wirkt. Gerade an besonders exponierten Steigen an Berg-Graten oder im Gipfelbereich ist hier allerhöchste Gefahr ! Bei sich ankündigendem Gewitter gilt es sofort den Klettersteigbereich zu verlassen, notfalls an einem nicht-absturzgefährlichen Felsband Schutz suchen.Gerade bei längeren Steigen ist es ratsam entsprechende Kleidung und eventuell eine Notfallausrüstung wie z.B. einen Biwaksack oder eine Rettungsfolie mitzuführen und sich schon vor der Tour über mögliche Notabstiege zu informieren.

(c) 2004 Katrin Kiermeier, www.klettersteig-alpen.de

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