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Bild von StockSnap auf Pixabay. Besonders auf Fernwanderwegen sind die Füße das wichtigste was wir haben. Denn sie tragen uns und unser Gepäck den ganzen Weg bis zum Ziel. Spätestens wenn man mal Blasen oder Druckstellen an den Füßen hatte und vor Schmerzen kaum mehr einen Schritt gehen konnte, weiß man seine Füße zu schätzen und zu pflegen. Doch wie kann ich diese Blasen vermeiden?

Die gängigsten Aussagen zu diesem Thema sind: 1. Gut eingelaufene Schuhe zu tragen, die ein bis zwei Nummern größer sind. 2. Getragene oder doppellagige Socken anziehen; oder sogar Damenstrüpfe unter den eigentlichen Socken zu tragen. 3. werden Pflegetipps genannt. Verwende Fußcremes wie Hirschtalg, schneide deine Zehennägel kurz. Massiere und bade deine Füße. Wieder andere schwören auf die richtige Ernährung. All diese Empfehlungen haben ihre Berechtigung und mögen den Meisten auch helfen. Aber meine Erfahrung hat gezeigt, man kann machen was man will: Man bekommt Blasen oder eben nicht.

Ich habe vor einigen Tagen den Münchner Jakobsweg beendet. Den bin ich mit nagelneuen Schuhen gewandert, ohne eine einzige Blase zu bekommen. Mit meinen Wanderschuhen hingegen, die schon mehrere hundert Kilometer auf der Sohle haben, gab es Tage mit sehr schmerzhaften Blasen. Endgültig kapiert, dass es eben nicht zwangsläufig nur an der richtigen Ausrüstung liegt, habe ich es, als ich die gleiche Wanderung zwei mal mit völlig identischer Ausrüstung gegangen bin. Beim einen mal hatte ich mehrere Blasen an beiden Füßen. Beim anderen mal hatte ich keinerlei Beschwerden.

Ob man Blasen bekommt oder nicht, hängt also ganz stark von der Kenntnis des eigenen Körpers ab und von der Fähigkeit, auf die Zeichen, die dein Körper sendet, zu hören. Schauen wir uns beispielsweise die erste Empfehlung "Gut eingelaufene Wanderschuhe, ein bis zwei Nummern größer als die normale Schuhgröße" an. Dieser Tipp stimmt mit Sicherheit, wenn es um schwerere Wanderstiefel aus Leder geht oder um sehr steife Schuhe, wie zum Beispiel Bergstiefel, die genug Stabilität für Grödel oder gar Steigeisen bieten müssen. Für mehrtägige Langstreckenwanderungen, wie dem Jakobsweg, entscheidet man sich aber in der Regel für leichte Trekkingschuhe oder sogar nur für Trailrunning-Schuhe. Ob die Schuhe genau passen oder größer gekauft werden sollten, hängt auch von dem jeweiligen Träger ab. Die Füße schwellen bei starker Beanspruchung an. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Deshalb ist eine Schuhgrößenempfehlung, meiner Ansicht nach, nur bedingt hilfreich. Mein wichtigster Tipp, den ich dir für die richtige Schuhauswahl geben kann, lautet: Fühl dich einfach wohl!

Auch bei der Wahl der Socken, empfehle ich eher welche, die du gewohnt bist. Es müssen nicht immer die teuersten Trekkingsocken sein. Es reichen auch normale Sportsocken. Auch hier gilt die oberste Devise: Du musst damit laufen. Also trage, was du magst. Das ist auch der Grund, warum ich persönlich überhaupt nicht mit Damensöckchen unter den normalen Socken klar komme. Ich finde das Material so unangenehm, dass ich lieber Barfuß laufen würde, als mir solche Söckchen anzuziehen. Wenn du also von Anfang an ein komisches Gefühl hast, dann lass es. Denn dann sind Blasen vorprogrammiert.

Wenn man nun eine Wanderung startet, brauchen die Füße einige Zeit, um sich an ihre meist zu selten genutzte Aufgabe zu gewöhnen. Da kann es vorkommen, dass es hier und da etwas drückt oder vielleicht sogar knackst. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, und geht bald vorbei. Allerdings kann man diese Zeit bereits nutzen, um zu fühlen, ob der Schuh richtig sitzt. Ob er nicht zu fest oder zu locker geschnürt ist oder eine Falte in der Socke stört. Denn aus "schlappenden" Fersen, drückenden Schnürsenkeln und Ösen oder reibenden Sockenfalten entstehen garantiert später Blasen und Druckstellen. Wenn du so etwas bemerkst, behebe es sofort; nicht erst, wenn es schon fast zu spät ist. Gedanken wie, "bei der nächsten Bank muss ich mal die Schuhe anders binden" oder "wenn ich Picknick mache ziehe ich mal die Socken glatt", sind definitiv der falsche Antrieb. Im weiteren Verlauf des Weges "hört" man immer wieder zu, was die Füße einem zu erzählen haben.

Wichtig ist, dass die Füße immer trocken und warm sind. Durch Schweiß oder Feuchtigkeit von außen kühlt der Fuß aus und weicht auf. Dadurch wird er anfälliger für Blasen. Deshalb sollte man den Füßen kurze Pausen gönnen. Bei einem Tagespensum von 6 bis 8 Stunden sollte man alle 1,5 bis 2 Stunden überprüfen, ob das Fahrgestell nässt. Sind die Füße feucht, zieh Schuhe und Socken aus, bewege die Zehen und massiere etwas die Fußsohlen. Lass frische Luft an Füße, Socken und Schuhe. Wer mag, kann auch etwas Hirschtalg verwenden, um die Haut wieder geschmeidig zu machen. Wenn du bereits Druckstellen oder Reibungspunkte spürst, behandle sie sofort und polstere sie zum Beispiel mit einem Blasenpflaster prophylaktisch ab, damit sie erst garnicht zu Blasen werden. Wenn es dann doch einmal zu spät ist, und sich eine Blase gebildet hat, beschreiben wir dir in einem späteren Artikel, wie du sie fachmännisch behandeln kannst. Nach dieser kurzen Entspannung ziehst du trockene Socken an und schnürst die Schuhe wieder ordentlich. 

Neben Schuhen und Socken mit "Wohlfühlcharakter" und trockenen, warmen Füßen ist das eigene Wandertempo besonders wichtig. Gehe in einer für dich angenehmen Schrittlänge und Geschwindigkeit. Nimm dir Zeit. Besonders wenn du Wandern nicht gewohnt bist, nimm dir kürzere Etappen vor und mach ausreichend Pausen. Besonders das Pilgern auf dem Jakobsweg ist kein Wettrennen. Geh unbedingt in deinem Tempo. Versuche nicht, mit anderen mithalten zu wollen. Unterbreche aber auch nicht ständig deinen Rhythmus, um auf andere zu warten. Ein weises Sprichwort sagt: "Wer es eilig hat, geht langsam." Da steckt viel Wahrheit drin. Denn wenn du langsam, gleichmäßig und kontinuierlich wanderst, schaffst du am meisten Strecke. Ein Bergführer hat mir früher einmal die Faustformel verraten, nach der ich heute noch lange Strecken wandere: "Stell dir eine Steigung vor, die du hochlaufen möchtest. Stell dir dann vor, wie schnell bzw. langsam du gehen musst, um oben nicht völlig außer Atem zu sein. Dieses Tempo gehst du gleichmäßig den ganzen Weg. Egal ob hoch, runter oder in der Ebene." Probier es mal aus ...

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