Lost Places üben eine besondere Faszination aus. Es beginnt oft mit einem Geräusch. Ein leises Knarren, wenn der Wind durch einen eingerissenen Fensterrahmen fährt. Ein Rascheln im Laub, das sich in den verlassenen Fluren sammelt. Wer sich einem Lost Place nähert, hat das Gefühl, einen Ort zu betreten, der mehr weiß, als er preisgibt. Orte, die schweigen — und doch ganze Geschichten von früher erzählten, wenn man ihnen zuhört.
Ich erinnere mich an einen frühen Herbstmorgen irgendwo am Rande der Eifel. Der Nebel hing schwer über einem alten, verfallenen Freibad, das einst ein florierendes Ausflugsziel mit eigenem Campingplatz war. Der Schriftzug über dem Eingang war kaum noch lesbar, die Farben längst vom Wetter gebleicht. Und doch spürte man das Echo vergangener Sommer: Stimmen von Badegästen, Lachen auf der Terrasse, der Duft von Grillwürstchen und Pommes aus einem längst geschlossenen Kiosk.
In diesem Moment wurde mir klar: Lost Places sind keine gewöhnlichen Orte. Es sind Zeitkapseln. Manche wirken wie eingefrorene Erinnerungen, andere wie Ruinen voll unausgesprochener Mahnungen.
Wer sich mit Überlebenstechniken und dem Leben in der Natur beschäftigt, stößt früher oder später auch auf das Thema Prepping oder Krisenvorsorge. Während es beim Survival darum geht, in einer Extremsituation mit minimalen Mitteln durchzukommen, und beim Bushcrafting das Leben im Einklang mit der Natur im Vordergrund steht, zielt Prepping auf eine andere Ebene ab: die vorausschauende Vorsorge für Krisenfälle. Prepping Krisenvorsorge bedeutet mehr als Konservendosen im Keller. Es geht um durchdachte Vorbereitung auf Krisenfälle, bei denen manchmal sogar eine Flucht ins Freie notwendig wird.
Gefühlt darf man draußen aus rechtlicher Sicht überhaupt nichts mehr: Kein Feuer machen, kein Übernachten unter freiem Himmel, die Wege nicht verlassen. Oft stehen im Wald Bauten, die an Indianertipis aus Totholz erinnern – dürfen Kinder heute noch Buden bauen? Und sogar das Mitführen eines Schweizer Taschenmessers soll mittlerweile verboten sein. Heißt das am Ende, dass man beim Picknick den Käse am Stück essen muss oder dass man keinen Ast mehr als Spazierstock schnitzen darf? – Genau diese Fragen bewegen viele Naturfreunde. Ein genauer Blick in die Gesetze zeigt: Ganz so restriktiv ist es nicht, aber die Regelungen sind differenziert und hängen stark vom Ort und Zweck ab.
Bushcraft – das Leben und Überleben in und mit der Natur – erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Immer mehr Menschen suchen nach dem Wissen, wie man sich abseits moderner Infrastruktur zurechtfindet, Feuer entfacht, Nahrung beschafft und im Notfall Erste Hilfe leistet. Einer der bekanntesten Autoren und Ausbilder auf diesem Gebiet ist der US-Amerikaner Dave Canterbury, dessen Werke mittlerweile auch in deutscher Sprache erhältlich sind.